Sozialpolitisches Engagement

Die Arbeiterwohlfahrt hat es sich zur Aufgabe gemacht, in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und auf die Sozialgesetzgebung Einfluss zu nehmen. Wir verstehen es als unsere Pflicht, diejenigen zu vertreten, die sich selbst nicht vertreten können.

Wir verstehen es als unsere Pflicht, an denjenigen Stellen einzuschreiten, an denen Menschen strukturell ungleich und ungerecht behandelt werden. Dies tun wir auf Grundlage unserer Werte mit unseren Mitgliedern und ihrem Wirken für und nahe am Menschen. In der AWO haben sich Frauen, Männer und junge Menschen als Mitglieder und als ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken, auf die Sozialgesetzgebung Einfluss zu nehmen und so den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

Indem Mitglieder, ehrenamtlich Engagierte und hauptamtlich Mitarbeitende der AWO Rat, Unterstützung und Hilfen unabhängig von ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, Behinderung, sexueller Orientierung und Geschlecht gewähren, sind sie aktive Vorbilder für alle Generationen. Gleichzeitig haben sie den Blick in die Zukunft gerichtet und gestalten gesellschaftlichen Wandel auf allen sozialpolitischen Ebenen als verlässlicher Partner. Dadurch stärkt die AWO die Verantwortung der Menschen für die Gemeinschaft und nährt so den Boden, auf dem eine sozial gerechte Gesellschaft existieren kann.

„So freudig und gern wir alle in der Gegenwart stehen sollen, um darin das unsere zu tun, so wichtig ist es auch, immer wieder zurückzuschauen, die Gegenwart an der Vergangenheit zu prüfen und sich an dem, was gut daran war, neu zu orientieren. Nicht, um in der Vergangenheit zu beharren, sondern immer wieder, um erneut für die Zukunft bereit zu sein.“ Marie Juchacz, AWO Gründerin

Zu den aktuellen Herausforderungen gehören die Finanzierung sozialer Arbeit, der demografische Wandel, die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit, die fortschreitende Digitalisierung und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements beziehungsweise des Mitgliederverbandes.

Neben diesen eher organisatorischen Herausforderungen steht der Auftrag, sich dem politischen Rechtsruck des frühen 21. Jahrhunderts entschlossen entgegenzustellen und die Menschenrechte gegen jede Form von Extremismus zu verteidigen. Denn wachsende Ungleichheit, fehlende Infrastrukturen sowie der Mangel an kulturellen Angeboten besonders in ländlichen Räumen lassen das Vertrauen in die Politik, den deutschen Sozialstaat und damit auch in die Demokratie schwinden. Umso wichtiger ist die Stärkung des Zusammenhalts in der Gesellschaft und für die Einzelnen die Mitgestaltung der Politik.

Die AWO positioniert sich auf Basis ihrer Werte zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten und gestaltet die Zivilgesellschaft aktiv mit.