Die Werte von Marie Juchacz werden noch heute gelebt

Zum Geburtstag der AWO-Gründerin fordert die AWO mehr Gerechtigkeit und Teilhabe in der Gesellschaft und die Berücksichtigung der sozialen Folgen der Pandemie

Kiel, 15. März 2021. Traditionell feiert die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein am heutigen Tag den Geburtstag ihrer Gründerin Marie Juchacz mit einem Empfang. Coronabedingt kann dieser leider zurzeit nicht stattfinden, dennoch möchte die AWO die Gelegenheit nutzen, um sich an ihre Wurzeln zu erinnern. Denn auch über 100 Jahre nach ihrer Gründung, sind die Anliegen, mit denen die AWO im Jahr 1919 gegründet wurde, wie Frauenrechte, Vielfalt, Teilhabe, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität, die Themen, für die sich die AWO Schleswig-Holstein einsetzt. Die Corona-Pandemie zeigt, wie aktuell und notwendig das Besinnen auf die Werte der AWO ist. „Gerade in dieser globalen Pandemie müssen wir die sozialen Folgen des Infektionsschutzgesetzes berücksichtigen. Es gilt zu verhindern, dass sich unsere Gesellschaft weiter spaltet, dass sich Egoismus und Ausgrenzung breitmachen, dass sich die bereichern, die es sich leisten können und dabei andere zurücklassen und dass Menschen in ihren eigenen vier Wänden ohne soziale Interaktionen vereinsamen. Wir müssen Gerechtigkeit und Teilhabe für alle Menschen in unserer Gesellschaft immer wieder einfordern und sicherstellen“, sagt der Vorsitzende des AWO Präsidiums, Wolfgang Baasch.

Marie Juchacz hat immer für eine gerechte Sozialpolitik und Solidarität plädiert. Diese Anliegen haben gerade in der Pandemie eine besondere Bedeutung. „Solidarität entsteht im Miteinander. Sie bedeutet, füreinander einzustehen und den anderen zu helfen. Für uns bedeutet das auch, überlegt und verantwortungsbewusst zu handeln und neue Wege zu gehen, um uns gegenseitig unter die Arme zu greifen. Viele Einrichtungen und Dienste entdeckten neue Möglichkeiten für sich, um weiterhin für die Menschen in dieser Pandemie da zu sein und um Zuversicht bei ihren Bewohner*innen zu verbreiten“, betont der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein, Michael Selck. Auch heute seien unzählige Menschen nach wie vor ehren- und hauptamtlich für die AWO im Einsatz, um die sozialen Folgen der Krise abzufedern.

„Die Menschen leisten alle einen enorm schweren Job und damit gleichzeitig einen extrem wichtigen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Situation. Ihr Einsatz macht Solidarität erlebbar – er trägt dazu bei, die Gesellschaft in der Krise am Laufen zu halten“, sagt Baasch.

Die AWO wird sich in Zukunft weiter den aktuellen Herausforderungen stellen und ihre über 100-jährige Erfahrungen in der sozialen Arbeit dafür bestmöglich nutzen. Um es mit Worten von Marie Juchacz zu sagen: „Wir sollten die Gegenwart an der Vergangenheit prüfen und uns an dem, was daran gut war, neu orientieren. Nicht, um in der Vergangenheit zu verharren, sondern um immer wieder erneut für die Zukunft bereit zu sein.“