Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

AWO Schleswig-Holstein würdigt Engagement am Internationalen Tag des Ehrenamts

Die Werte der AWO Schleswig-Holstein werden durch die Ehrenamtlichen mit Leben gefüllt.

Kiel, 3. Dezember 2015. Der Norden ist nicht nur glücklicher als der Rest der Republik. Er teilt sein Glück auch besonders gerne mit denen, die es im Leben nicht so gut getroffen haben. Rund 43 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein engagieren sich ehrenamtlich, vier Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Die AWO Schleswig-Holstein möchte den Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 2021 nutzen, um den ehrenamtlich Engagierten für ihre geleistete Arbeit zu danken und eine besondere Wertschätzung auszudrücken. „Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen, gäbe es die AWO nicht. Sie bringen das Herz der AWO zum schlagen. Auch die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass viele gesellschaftliche Herausforderungen überhaupt erst durch das Engagement von Ehrenamtlichen gelöst werden konnten“, sagt der Präsidiumsvorsitzende Wolfgang Baasch. „Daher fordern wir von der Politik, dieses Engagement nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu würdigen.“

‚Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird – es ist eine Arbeit, die unbezahlbar ist‘, steht in der Dankes-Karte, die der AWO Landesverband Schleswig-Holstein an diesem Wochenende an seine ehrenamtlichen Funktionäre verschickt. Egal, ob es um eine gelegentliche Unterstützung oder ein regelmäßiges Engagement geht, das Ehrenamt ist vielfältig und für alle offen, es verbindet Menschen, überwindet Grenzen und bietet sinnvolle Tätigkeiten für die Gemeinschaft. „Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, ihr Können, ihre Zuwendung und Kraft. Dies verdient großen Respekt. Die AWO Schleswig-Holstein dankt in diesem Sinne allen für ihr Engagement im Ehrenamt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein Michael Selck. Aus Sicht der AWO reiche Dank allein aber nicht aus. Vor allem, wenn immer mehr Last auf immer weniger Schultern verteilt wird. Daher fordert die AWO ein Umdenken in der Anerkennung des funktionalen Ehrenamts – weg von der Anstecknadel und den Urkunden, hin zu greifbaren Entschädigungen, wie Freistellungsmöglichkeiten bei Arbeitszeiten, Anrechnung von Rentenpunkten oder auch Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr.

Die AWO ist mehr als Pflege und Kindertagesbetreuung

Viele Menschen verbinden das rote Herz der AWO mit Einrichtungen der Pflege, der Flüchtlingsarbeit oder mit Kindertagesstätten. „Doch die AWO ist mehr als das“, sagt Selck, „die AWO gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, wir sind Mitgliederverband, soziales Unternehmen und sozialpolitische Interessenvertretung.“ In landesweit rund 200 sozialen Einrichtungen und Diensten arbeiten über 4500 hauptamtliche Mitarbeiter*innen. Der AWO Landesverband besteht aus 112 Ortsvereinen und 15 Kreisverbänden, in denen sich rund 16.000 Ehrenamtliche und Mitglieder tagtäglich für eine sozial gerechte Gesellschaft einsetzen. Wer Mitglied oder Mitarbeiter*in der AWO Schleswig-Holstein wird, bekennt sich zu ihren Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Toleranz, Gerechtig¬keit und Solidarität.