Die stummen Leidtragenden der Krise

Kinder müssen in der Krise stärker mitgeacht werden.

Am heutigen Weltkindertag erinnert die AWO an die Rechte von Kindern

Kiel, 20. September 2022. Zum heutigen Weltkindertag am 20. September erklärt Wolfgang Baasch, Vorsitzender des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein: „Die aktuelle Lage durch den russischen Angriffskrieg mit einer stetig steigenden Inflation und erschreckend heftig verteuerten Energiepreisen zeigt leider auch, dass es nach der Pandemie wieder die Kinder sind, die bislang in der öffentlichen Diskussion nicht vorkommen. Wir blicken mit großer Sorge auf die bevorstehenden Monate, wenn viele Familienbudgets von den stark gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Wohnen und Energie überstrapaziert sein werden. Wir appellieren an die Bundes- und Landesregierung, die Kinder in der Krise stärker mitzudenken! Ein deutliches Signal wäre es, die Kinderrechte endlich vollumfänglich ins Grundgesetz aufzunehmen. Denn die UN-Kinderrechtskonvention enthält alle relevanten Bereiche: Beteiligung, Schutz vor Gewalt und Armut, Gesundheitsvorsorge, Recht auf Bildung und vieles mehr.“

In 65 Einrichtungen der Jugend- und Familienhilfe sowie in rund 100 Kindertagesstätten setzen sich die Kolleg*innen der AWO Schleswig-Holstein jeden Tag für mehr Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ein. „Mit Demokratie-Kitas und Teilhabeprojekten in der Jugend- und Familienhilfe verwirklicht die AWO ihr Demokratieverständnis, indem die Rechte und die Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in unseren Einrichtungen selbstverständlich gestärkt werden. Die gesetzliche Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist ein längst fälliger Schritt und bestärkt uns in unserem Weg. Sie macht aber auch deutlich, dass es nicht nur bei der schriftlichen Zusage bleiben darf. Kinderrechte müssen in unserer Gesellschaft immer mitgedacht werden“, macht der AWO Vorstandsvorsitzende Michael Selck deutlich.