AWO SH zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnern gegen das Vergessen bleibt Mahnung für die Gegenwart

Kiel, 27.01.2022. Zum heutigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus gedenkt die AWO Schleswig-Holstein der millionenfach Verfolgten und Ermordeten des NS-Regimes und mahnt auch heute wachsam zu bleiben. Dazu erklärt der Vorsitzende des Präsidiums der AWO Schleswig-Holstein Wolfgang Baasch: „Der heutige Gedenktag dient nicht nur dem Erinnern gegen das Vergessen, er ist auch eine Mahnung an uns alle für die Gegenwart. Heute stehen wieder Menschen mit Fackeln vor Privathäusern, Politiker*innen oder Journalist*innen sowie medizinisches Personal wird offen bedroht. Die Geschichte hat gezeigt: Rechtsradikale Ideologie taucht nicht unerwartet und plötzlich auf. Sie bahnt sich über lange Zeit ihren Weg an die Macht, indem sie Unsagbares sagbar macht und Undenkbares scheinbar normal. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine solche Verrohung, die den Weg für noch Schlimmeres ebnet, wieder geschieht und die Demokratie gefährdet.“

Für die AWO Schleswig-Holstein ist das Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus ein zentraler Bestandteil ihrer Identität und Werte. Parteien, Organisationen oder Gruppierungen, die rassistisch motivierte Straftaten verüben, die die Menschenwürde verletzen, eine Wesensverwandtschaft mit der Ideologie des Nationalsozialismus aufweisen und unsere demokratischen Wertevorstellungen gefährden, lehnt die Arbeiterwohlfahrt entschieden ab.

„Dieser Tag zeigt uns die unbedingte Pflicht zum Handeln und geht mit dem Appell einher, überall und jederzeit Haltung und Zivilcourage zu zeigen. Als Arbeiterwohlfahrt haben wir in der Geschichte bereits Verfolgung, Einschüchterung und Unterdrückung während der Zeit des Nationalsozialismus erlebt. Die Entwicklungen und Bilder heute erinnern zum Teil an die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte. Um die Demokratie zu schützen, muss die Gesellschaft dieser Radikalisierung entschieden entgegentreten“, fordert der AWO Vorstandsvorsitzende Michael Selck abschließend.

Wenn Sie weitere Informationen im Kontext von Verschwörungsideologien und Rechtsextremismus brauchen, wenden Sie sich gerne an die Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus der AWO Schleswig-Holstein unter www.rbt-sh.de.