AWO hilft mit neuem Projekt Menschen bei der Wohnungssuche

Workshop-Reihe in Neumünster endet für 27 Teilnehmer*innen erfolgreich

Die Teilnehmer*innen mit ihrem Zertifikaten.

Neumünster. Für Jugendliche, Obdachlose, Zugewanderte oder Geflüchtete sind die Hemmschwellen auf dem Wohnungsmarkt seitens der Vermieter oft hoch, da mangelnde Wohnerfahrung zu Missverständnissen führen kann. Zudem ist die Suche nach einer Wohnung immer wieder von Stigmatisierungen und Vorbehalten geprägt. Die fehlende Routine im Umgang mit Ämtern und Behörden und fehlende Netzwerke tun ihr Übriges.
Um den Menschen zu helfen, die es besonders schwer auf dem Wohnungsmarkt haben, werden im Projekt „Mieterqualifizierung“ der AWO Schleswig-Holstein Informationen zur Anmietung privaten Wohnraumes für Jugendliche, Wohnungslose, Geflüchtete und Zugewanderte in der Stadt Neumünster vermittelt. Das Projekt startete mit dem ersten Modul im August.

Im Rahmen des Projektes fanden drei Workshop-Reihen à 6 Module statt. Dabei wurden unterschiedliche Themen rund ums Wohnen vermittelt. Potenzielle Probleme im Wohnalltag - aufgrund von Unwissenheit - sollen so verhindert werden. Von den insgesamt 39 Teilnehmer*innen haben 27 ihre Module erfolgreich abgeschlossen und am Montag feierlich ihr Zertifikat überreicht bekommen. Die Teilnehmer*innen stammten aus verschiedenen Ländern wie Somalia, Syrien, Irak, dem Jemen, Bulgarien oder der Türkei.

„Oft frustriert die komplizierte Wohnungssuche und eine mangelnde Wohnerfahrung führt schnell zu Missverständnissen mit Vermieterinnen und Vermietern oder Nachbarinnen und Nachbarn. Deshalb richtet sich die Workshop-Reihe an alle Wohnungssuchenden, die ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt verbessern möchten. Wir freuen uns sehr, dass so viele diesen ersten Probelauf des Projekts erfolgreich abgeschlossen haben“, sagt Michael Treiber, Unternehmensbereichsleiter von AWO Interkulturell.

Das Projekt wurde von der Stadt Neumünster im Rahmen der Integrationsunterstützung gefördert und von der Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe - KITs begleitet. Zum Abschluss des Projekts gab die Stadt ein positives Signal für einen weiteren Kurs im kommenden Jahr.