Corona-Virus: Aktuelle Informationen zu Einschränkungen in Einrichtungen

Land verlängert Geltung des Erlasses vorerst bis zum 3. Mai 2020 - Notbetreuung in Kitas wird ausgeweitet

Kita- und Schulschließungen

Phasenmodell sieht einzelne Schritte zur Erweiterung der Notbetreuung vor

Die Regierung des Landes Schleswig-Holstein plant aktuell die Erweiterung der Anspruchsgruppen für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen. Das sogenannte Phasenmodell sieht einzelne Schritte der Erweiterung vor. In dem Erlass vom 28. Mai 2020 wurde Folgendes beschlossen:

Durchgehend betreut werden im Rahmen der Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtung

a) Kinder von Eltern, bei denen mindestens ein Elternteil in Bereichen der kritischen Infrastrukturen in ihrer jeweils aktuell geltenden Fassung dringend tätig ist und Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden (Notbetreuung). Diese Eltern können die Angebote der Notbetreuung in dem Umfang in Anspruch nehmen, in dem sie auch tatsächlich beruflich tätig sind (einschließlich Wegezeiten). Die Eltern haben die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme und das Fehlen alternativer Betreuungsmöglichkeiten gegenüber der Einrichtung in geeigneter Weise zu dokumentieren.

Zu den Kritische Infrastrukturen zählen folgende Bereiche:

b) Kinder, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Da diese Gruppe häufig zur besonderen vulnerablen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten und ein strenger Maßstab anzulegen. In diesen Fällen entscheidet das zuständige Jugendamt, ggf. im Benehmen mit dem zuständigen Träger der Eingliederungshilfe im Einzelfall.

c) Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert sind, und weiterhin betreut werden sollen. In diesen Fällen entscheidet das zuständige Jugendamt im Einzelfall.

d) Kinder, von denen ein Elternteil an einer schulischen Abschlussprüfung oder an der Vorbereitung auf eine schulische Abschlussprüfung teilnimmt. Diese Kinder können Angebote der Notbetreuung für die Dauer der Prüfung oder die Zeit der Vorbereitung auf eine Abschlussprüfung in Anspruch nehmen.

e) Kinder, deren Mütter vor der Entbindung das sog. "Boarding"-Angebot einzelner Krankenhausträger in Anspruch nehmen, einschließlich der Dauer des damit verbundenen Krankenhausaufenthaltes der Mutter nach der Entbindung.

f) Kinder, die im Schuljahr 2020/2021 eingeschult werden.

g) Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf und/oder Sprachförderbedarf.

Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf sind diejenigen, noch nicht eingeschulten Kinder, an die heilpädagogische Leistungen erbracht werden, um eine drohende Behinderung abzuwenden, den fortschreitenden Verlauf der Behinderung zu verlangsamen oder die Folgen einer Behinderung zu beseitigen oder abzumildern.

Kinder mit Sprachförderbedarf sind diejenigen Kinder, die im März 2020 Sprachfördermaßnahmen erhalten haben bzw. nicht über altersgemäße Sprachkenntnisse verfügen und dringend einen unterstützenden bzw. anregenden Rahmen für ihre weitere Sprachbildung oder konkrete Sprachfördermaßnahmen benötigen. Eine entsprechende Einschätzung dazu trifft die Einrichtung gemeinsam mit den Personensorgeberechtigten des Kindes.

Alle übrigen Kinder werden grundsätzlich tage- oder wochenweise im Wechsel betreut. Die Entscheidung über die individuelle Umsetzung der Betreuung der Kinder nach dieser Ziffer obliegt der jeweiligen Einrichtung, insbesondere in Bezug auf konkrete Gruppenzusammensetzungen sowie in Bezug auf die Taktung der tage- oder wochenweisen Wechsel. Kinder, die nach dieser Ziffer wechselweise betreut werden, sollen an den ihnen zur Verfügung stehenden Betreuungstagen möglichst entsprechend der vertraglich vereinbarten täglichen Zeiten betreut werden.

Im Einzelfall kann, insbesondere aus Gründen des Infektionsschutzes oder wenn die räumlichen oder personellen Voraussetzungen vor Ort eine Umsetzung der Vorgaben der Ziffer 2 aktuell nicht zulassen, befristet bis einschließlich zum 7.6.2020, die Betreuung beschränkt auf in der Regel nicht mehr als zehn Kinder in einer Gruppe gleichzeitig erfolgen.

Eine Entscheidung hierüber trifft die betriebserlaubniserteilende Behörde im Benehmen mit dem örtlichen Träger der Jugendhilfe sowie dem zuständigen Gesundheitsamt. In diesem Fall werden die Kinder nach der Ziffer 3 a) – e) durchgehend betreut; die Kinder nach den Ziffern 3 f) und g) sowie Ziffer 4 tage- oder wochenweise im Wechsel entsprechend der Vorgaben nach Ziffer 4.

Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege unterliegen keinen Einschränkungen.

Ausnahme des Betretungsverbots für Kinder, die aus Kindeswohlgründen eine Kita besuchen (Jugendamtszuständigkeit)

Elternbeiträge für April und Mai werden nicht abgebucht

Am 27. März 2020 wurde gemeinsam mit dem Land entschieden, dass die Standortkommunen auf die AWO als Träger zukommen, um mit uns die Erstattung der Elternbeiträge abzustimmen. Das bedeutet für die Eltern, dass im April und Mai keine Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung fällig werden. Somit folgen wir dem Wunsch der meisten Kommunen. Sollte sich nachträglich eine Kommune melden und eine andere Umsetzung wünschen, kommen wir individuell auf Sie zu. Weitere Informationen dazu finden Eltern in dem unten angefügten Elternbrief zum Download.

50 Millionen Euro für die Erstattung von Kita-Gebühren

Die Kommunen sollen mit 50 Millionen Euro aus dem Corona- Soforthilfeprogramm unterstützt werden, damit Eltern landesweit die Kita-Beiträge für zwei Monate zurückerstattet werden können. Das haben die Koalitionsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP gemeinsam mit der SPD-Fraktion und dem SSW im Landtag anlässlich einer Kabinettssitzung am 21. März 2020 beschlossen. Demnach sollen die CDU-Fraktion Beiträge für die Ü3- und die U3-Betreuung von den Kommunen erstattet werden.

Bei weiteren Fragen rund um die AWO Kitas wenden Sie sich gerne an Ihre Einrichtung oder an info@awo-sh.de.

Besuchsverbote in Einrichtungen

NEU Die Landesregierung hat am Freitag, 1. Mai 2020, eine Besuchsregelung als Ausnahme vom Betretungsverbot für Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und stationären Gefährdetenhilfe beschlossen. So soll der Besuch von einer Person, im Rahmen eines Besuchskonzepts, unter besonderen Umständen mit einer Begleitperson, für zwei Stunden ermöglicht werden. Im Rahmen dieser gesetzlichen Vorgabe und behördlichen Anordnung, muss jede Einrichtung vorab ein einrichtungsindividuelles Besuchskonzept erarbeiten. Bitte wenden Sie sich für Rückfragen zu den Besuchsmöglichkeiten direkt an die jeweilige Einrichtung.

Bitte beachten Sie: Sobald eine bestätigte Sars-CoV-2-Infektion in einer Einrichtung auftreten sollte, muss das Besuchsverbot wieder ohne Ausnahmen eingeführt werden. Auch hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.

Sollte es zu einem Infektionsausbruch in einer Einrichtung kommen, gelten ein Betretungs- und Besuchsverbot in den Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe,indem das Betreten von stationären Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe zu untersagen ist.

Von dem Betretungsverbot auszunehmen sind dann lediglich
a) Personen, die für die pflegerische, therapeutische oder medizinische Versorgung zwingend erforderlich sind;
b) Personen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich sind, wie beispielsweise Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen am Gebäude sowie Reparaturen an Infrastruktureinrichtungen;
c) Personen, die Waren von Lieferanten an einen fest definierten Punkt in der Einrichtung übergeben.

Ausnahmen von dem Betretungsverbot dürfen die Einrichtungen nur nach strenger Prüfung im Einzelfall zulassen, sofern ein Besuch aus besonderen persönlichen Gründen unter Berücksichtigung des Schutzes der übrigen Mitpatienten*innen bzw. Bewohner*innen sowie der Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung dringend geboten oder medizinisch oder sozial-ethisch erforderlich ist.

Bei der Gewährung von Ausnahmen im Einzelfall sind folgende Vorgaben zu beachten:

Die Stadtteilcafés der AWO mit Kantinen oder Caféangeboten sowie andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Bewohner*innen und Besucher*innen werden vorübergehend geschlossen. Sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen sind abgesagt.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Zudem hat die Landeregierung Schleswig-Holstein beschlossen, Betretungsverbote für Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Verbote für Angebote für diejenigen Menschen mit Behinderung zu erlassen,

Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Menschen mit Behinderung, die den Besuch der Werkstatt als eine tagesstrukturierende Maßnahme benötigen.

Sprachkurse und Migrationsberatungen

Alle Sprachkurse der AWO Schleswig-Holstein werden ab Montag, den 16. März 2020, pausiert. Die Teilnehmenden werden persönlich über das weitere Vorgehen informiert, sobald dieses endgültig geklärt ist.

Die Migrationsberatungen finden weiter statt, allerdings mit Einschränkungen. Beratungen erfolgen nach Termin, per Telefon oder E-Mail.

Informationen zum Corona-Virus findet Sie auch in unterschiedlichen Sprachen: Auf Arabisch, Englisch, Persisch, Französisch, Pashtu.

Beratungsangebote

Die Beratungsstellen der AWO Schleswig-Holstein sind vorerst bis zum 19. April 2020 für Besucher*innen geschlossen. Eine telefonische Beratungsmöglichkeit wird aufrechterhalten. Entsprechende Termine können mit den einzelnen Beratungsstellen individuell abgesprochen werden. Ausnahmen können nach Absprache für Krisenintervention ermöglicht werden.

AWO DrogenHilfe in Lübeck - Beratung und Kontaktladen

Termine für die Drogenberatung können in Zeiten der Corona-Pandemie telefonisch vereinbart werden. Interessierte bitten wir sich telefonisch zu melden. Persönliche Folgetermine sind nach individueller Vereinbarung in der Beratung wieder möglich. Der Kontaktladen der AWO DrogenHilfe ist wieder geöffnet, allerdings nur mit einer eingeschränkten Kapazität. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 9.30 bis 14.30 Uhr.

Erziehungsberatungsstellen Kreis Pinneberg

Auch die Erziehungsberatungsstellen im Kreis Pinneberg sind vorerst bis zum 19.04.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Telefonische Beratung ist weiterhin gewährleistet. Zudem besteht die Möglichkeit der Videoberatung. Entsprechende Termine können mit den einzelnen Erziehungsberatungsstellen individuell abgesprochen werden. Ausnahmen sind nach Absprache für Krisenintervention, Kinderschutzfälle und Anfragen an die Kinderschutzfachkräfte möglich. Wenden Sie sich hierfür gerne an Alexander Diekmann unter Tel. 04122 - 90 38 26 oder per E-Mail an  
Kiel. Hier finden Sie aktuelle Information zu den Auswirkungen auf die Angebote, Einrichtungen und Dienste der AWO Schleswig-Holstein durch die Verordnungen und Maßnahmen des Landes, um die Infektionskurve des Coronavirus abzuflachen. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Kinderschutzzentrum Lübeck

Entsprechend des veröffentlichten Erlasses des Schleswig-Holsteinischen Gesundheitsministeriums, schließen das Kinderschutz-Zentrum Lübeck und die Frühe Hilfen Beratungsstellen vorrübergehend für Besucher*innen vorerst bis zum 19. April 2020. Eine telefonische Beratungsmöglichkeit wird aufrechterhalten. Wenden Sie sich gerne an   oder   oder an Tel. 0451 - 401230 für weitere Nachfragen.

Betretungsverbote für Reiserückkehrer

Für alle öffentlichen Einrichtungen der AWO Schleswig-Holstein gilt nach Beschluss der Landesregierung ein Zutrittsverbot für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und allen besonders betroffenen Gebieten laut Robert-Koch-Institut (RKI) für 14 Tage.

Für Reiserückkehrer aus allen alpinen Skigebieten ist gleiches Verhalten dringend zu empfehlen. Hier finden Sie die vom RKI klassifizierten Risikogebiete.

Die AWO Mutter-Kind-Kliniken dürfen wieder öffnen!

Um auch in der Corona-Pandemie für eine größtmögliche Sicherheit in unseren Einrichtungen zu sorgen, werden wir ab dem 27. Oktober 2020 fortlaufend für alle Gäste und Mitarbeiter*innen Corona-Schnelltests abnehmen. Diese sind für unsere Gäste kostenfrei und erfolgen vor dem Betreten der Einrichtungen. Sollte ein Test positiv ausfallen, wäre unverzüglich die Rückreise anzutreten. Unser oberstes Ziel ist es, dass Sie sich trotz dieser aktuellen Lage bei uns wohlfühlen und erholen können. Alle Gäste werden noch einmal gesondert über die Hygienemaßnahmen vor Ort informiert. An Nord- und Ostsee sind in unseren Einrichtungen direkt am Meer immer noch Restplätze verfügbar. Fragen Sie gerne nach.

Absage von öffentlichen Veranstaltungen

Laut Beschluss der Landesregierungen werden alle öffentlichen Veranstaltungen in Schleswig-Holstein abgesagt, dies gilt auch auf für die Veranstaltungen der AWO Schleswig-Holstein und ihrer Dienste.

Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein, die nach Durchführung einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung zugelassen werden können.

Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z.B. Wochenmärkte).

Informationen in verschiedenen Sprachen

Das Gesundheitsprojekt MiMi des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V hat gesicherte Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus/ COVID-19 in einem 6-seitigen Faltblatt für den Einsatz bei Geflüchteten, Migrant*innen, Durchreisenden, Tourist*innen und allen Interessierten erstellt. Aktuell stehen die Informationen hier in 16 Sprachen zur Verfügung.