100 Jahre AWO Uetersen

Der Ortsverein fand seine Anfänge nach dem ersten Weltkrieg mit Nähstuben und Suppenküchen. Noch heute setzt sich die AWO in Uetersen mit viel Engagement für die dort lebenden Bürger und Bürgerinnen ein.

Viele Vereinsmitglieder besuchten die 100-Jahr-Feier der AWO Uetersen in der Anna-Sievers-Begegnungsstätte.

Uetersen, 4. November 2022. Der AWO Ortsverein Uetersen hat am 23. Oktober sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Programm gehörte ein kleiner Sektempfang zu Beginn der Feier in der Anna-Sievers-Begegnungsstätte in Uetersen und ein Konzert der Chansonsängerin Anna Haentjens in Begleitung ihres Pianisten.

Die AWO Uetersen blickt auf eine lange Geschichte zurück, die Ortsvereinsvorsitzende Marianne Kratzer in ihrer Rede in Erinnerung rief. Begonnen hatte alles nach dem ersten Weltkrieg mit Nähstuben und Suppenküchen, um das Leid der Menschen nach dem verheerenden Krieg zu lindern. Es entwickelte sich eine Bewegung in der Arbeiterwohlfahrt, die mittels politischer Einflussnahme für Frauenrechte eintrat und insbesondere soziale Leistungen für die bedürftigen Menschen in der Gesellschaft forderte. Die Herrschaft der Nationalsozialisten führte zu einer Unterbrechung dieses Engagements. Die AWO wurde verboten. Aus den Trümmern des zweiten Weltkrieges entstand auch die Arbeiterwohlfahrt wieder neu und begann umgehend wieder mit ihrer Hilfe für die Menschen, die durch den Krieg besonders gelitten hatten. Nähstuben und Suppenküchen entstanden wiederum und besonders die Kinder standen im Blickpunkt der AWO. Sie wurden durch die sogenannte Kinderlandverschickung zum „Aufpäppeln“ in die Kinderlandheime verschickt.

Heute präsentiert sich die AWO als kompetenter und engagierter Wohlfahrtsverband, der weiterhin mit demokratischen Mitteln für die Verbesserung der Lebensverhältnisse kämpft und mit seinen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Aktivitäten konkrete Hilfen für Menschen in Not leistet - so auch in Uetersen. Bei der Jubiläumsfeier nutzten zahlreiche Mitglieder die Gelegenheit, um den lobenden Worten des Bürgermeisters Dirk Woscheit zu lauschen. Er bedankte sich im Namen der Stadt bei dem AWO-Ortsverein für das ehrenamtliche Wirken zum Wohle der Uetersener Einwohner. Er verwies auch auf die hauptamtlichen Tätigkeiten der AWO in Uetersen und nannte insbesondere die Kindertageseinrichtungen sowie das Hus Sünnenschien. In diesen Einrichtungen widmet sich die AWO insbesondere der ganz jungen und der jungen Uetersener Bevölkerung. Auch der Bürgervorsteher der Stadt Uetersen, Adolf Bergmann, war erschienen, um den Ortsverein zu diesem Jubiläum zu gratulieren.

Der Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Hans-Jürgen Damm, würdigte in seinen Grußworten insbesondere die Aktivitäten, die der Ortsverein im Rahmen der Kooperation mit den benachbarten Ortsvereinen Tornesch, Moorrege und Heidgraben alljährlich auf die Beine stellt. Alle Jahre wieder wird eine Aktion durchgeführt deren Erlös örtlichen Vereinen beziehungsweise Hilfbedürftigen als Spende zur Verfügung gestellt wird. Er hob besonders hervor, dass der Ortsverein Uetersen zu den Aktivposten innerhalb des Kreisverbandes zählt.