Demokratie & Beteiligung

Im Rahmen vielfältiger Projekte und Angebote leistet AWO Interkulturell einen Beitrag zur Förderung der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe und wirkt an der Stärkung eines demokratischen Zusammenlebens mit.

Eine plurale und vielfältige Gesellschaft sowie eine aktive Zivilgesellschaft sind zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Demokratie. Die verschiedenen Projekte von AWO Interkulturell im Themenfeld „Demokratie und Beteiligung“ setzen sich auf unterschiedlichen Wegen für ein vielfältiges, demokratisches und gewaltfreies Miteinander ein, initiieren Beteiligungsstrukturen vor Ort und richten sich je nach Projekt an Geflüchtete, Zugewanderte sowie Ehren- und Hauptamtliche in Schleswig-Holstein. Die Angebote reichen hierbei von Workshops zur Qualifizierung von Multiplikator*innen, über Veranstaltungen zu den Werten und der Geschichte der AWO, bis hin zu der Durchführung eines politischen Mentoring-Programmes für Geflüchtete und Zugewanderte.

Rüm hart-Klaar kiming

Seit dem 1. Mai 2017 beteiligt sich der AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V. mit dem Projekt „Rüm hart – Klaar kiming“ an dem Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“(Z:T) des Bundesministeriums des Innern. Ziel ist die bundesweite Förderung einer selbstbewussten, lebendigen und demokratischen Gemeinwesenskultur und die Unterstützung von Projekten für demokratische Teilhabe. Seit 2010 werden in Vereinen und Verbänden engagierte Personen durch das Bundesprogramm im Umgang mit demokratiegefährdenden und extremistischen Verhaltensweisen sensibilisiert und zu Multiplikator*innen geschult. Der Grundgedanke ist hierbei die Stärkung der Demokratie an der Basis der Zivilgesellschaft.

„Rüm hart-Klaar kiming“ soll dazu beitragen, die demokratische Kultur der AWO weiterzuentwickeln. Aufgrund der Geschichte und des Selbstverständnisses der Arbeiterwohlfahrt müssen ihre Werte - Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit - immer wieder aufs Neue mit Leben gefüllt, verteidigt und erstritten werden. (Projektlaufzeit: 01.05.2017 - 31.12.2019)

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

Landgewinn – Empowerment von Zugewanderten in ländlichen Räumen

Das Projekt Landgewinn des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V. ist ein Modellprojekt des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zur Stärkung eines vielfältigen, gewaltfreien und demokratischen Miteinanders. Es widmet sich dabei insbesondere dem Empowerment von zugewanderten Menschen in ländlichen Räumen und leistet einen Beitrag zur Förderung ihrer gesellschaftlichen und demokratischen Teilhabe. Zentraler Bestandteil des Projektes ist ein politisches Mentoring-Programm, in welchem Migrant*innen mit Kommunal- und Landespolitiker*innen zusammengebracht werden.

Migrant*innen erlangen im Verlauf des Programms Grundlagenwissen über das politische System in Deutschland sowie die Möglichkeiten politischer Teilhabe in der eigenen Region. Sie lernen im Verlauf des Programmes die zivilgesellschaftlichen Strukturen in ihrem Sozialraum kennen. Gleichzeitig bekommen Sie einen Überblick über Vereine, Organisationen und politische Parteien in ihrer Gemeinde bzw. Region und treten in Kontakt mit den Akteur*innen dieser Institutionen. Sie bauen in ihrer Gemeinde ein persönliches Netzwerk auf, in dessen Rahmen die gesellschaftliche und politische Teilhabe vor Ort erleichtert wird

Das Mentoring-Programm
Das Mentoring-Programm ist eine zeitlich befristete Partnerschaft zwischen Kommunal- bzw. Landespolitiker*innen (sog. Mentor*innen) und Migrant*innen (sog. Mentees) zum gegenseitigen Wissensaustausch. Begleitend werden für die Mentees politische Bildungsseminare über das politische System Deutschland, das Zusammenleben in einer Demokratie und die politische Teilhabe vor Ort durchgeführt. Während der Projektlaufzeit finden zudem regionale Vernetzungstreffen statt, um mit den Teilnehmenden weitere Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe zu erarbeiten.