Beratung

AWO Interkulturell bietet in ganz Schleswig-Holstein eine zeitnahe und persönliche Beratung für Migrant*innen und Geflüchtete an, damit diese in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbständig handeln und gleichberechtigt am sozialen und gesellschaftlichen Leben in Schleswig-Holstein teilnehmen können.

Migrationsberatung Schleswig-Holstein (MBS-H)

Ziel der Migrationsberatung Schleswig Holstein ist die Durchführung einer Personenbezogenen Beratung in konkreten migrationsspezifischen Problemlagen (z.B. Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit). Neuzuwander*innen sollen dabei unterstützt werden, in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbständig handeln zu können und gleichberechtigt am sozialen und gesellschaftlichen Leben in Schleswig-Holstein teilzunehmen. Mit diesem Ziel werden Migrant*innen mit Förderungsbedarf bei ihrem Integrationsprozess beraten und begleitet.

Zielgruppe
Die MBS-H richtet sich an alle Zugewanderte ab 27 Jahren, die in Schleswig- Holstein leben. Sie steht auch jüngeren Personen offen, wenn diese typische Probleme erwachsener Zuwander*innen aufweisen oder kein Jugendmigrationsdienst in zumutbarer Entfernung erreichbar ist.

Migrationsberatung für erwachsene Zuwander*innen (MBE)

Ziel dieser Migrationsberatung ist es, den Integrationsprozess bei erwachsenen Neuzuwander*innen gezielt zu initiieren, zu steuern und zu begleiten. Durch ein zeitlich befristetes (maximal dreijähriges), bedarfsorientiertes, individuelles, migrationsspezifisches Erstberatungsangebot mit dem Fokus auf die „Integrationsförderung“ soll ein qualitativer Beitrag dazu geleistet werden, die Neuzuwander*innen zu selbständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens zu befähigen.

Zielgruppe

Jugendmigrationsdienst (JMD)

Die Jugendmigrationsdienste sind Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) deutschlandweit für eine bessere Integration junger Menschen einsetzt. In Deutschland begleiten mehr als 450 Jugendmigrationsdienste (JMD) junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren durch individuelle Angebote und professionelle Beratung bei ihrem schulischen, beruflichen und sozialen Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine intensive Vernetzung mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Integrationskursträgern und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe zählen zu den wesentlichen Aufgaben der JMD.

Zielgruppe

Ziele

JMD im Quartier - Zusammenleben gestalten

Im Modellprojekt Jugendmigrationsdienst im Quartier wird an 16 Modellstandorten erprobt, wie die Lebenssituation und -welten der Bewohner*innen verbessert und das soziale Zusammenleben gestärkt werden kann. Die Modellstandorte befinden sich in aktuellen bzw. ehemaligen Gebieten der Sozialen Stadt und sind in bestehenden JMD eingerichtet. Im Rahmen des Modellprojekts sollen strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen sowie Zugangsbarrieren zu sozialen Diensten und zu Angeboten im Quartier identifiziert und abgebaut werden.

Mit JMD im Quartier können junge Menschen in gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Bewohner*innen das Quartier und das Zusammenleben mitgestalten - und verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung kennenlernen und ausprobieren. In Kooperation zwischen Jugendmigrationsdiensten, Quartiersentwicklung und weiteren Akteuren im Quartier werden Mikroprojekte mit den jungen Teilnehmenden entwickelt und umgesetzt.

JMD Respekt Coaches | Anti-Mobbing-Profis

Im Präventionsprogramm Respekt Coaches lernen Jugendliche an bundesweit 189 Standorten, sich vor Radikalisierung zu schützen. Dabei spielt nicht nur die Stärkung junger Menschen als mündige, demokratisch gebildete Bürger*innen eine wichtige Rolle. Auch das Aufzeigen von Lebensperspektiven durch eine sozialpädagogische Begleitung in der Schule und beim Übergang von der Schule in den Beruf stabilisieren junge Menschen.

Schulen als Anlaufstellen
Die Schulen als wichtige Anlaufstellen für primär-präventive Angebote werden dabei unterstützt, jungen Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft zu vermitteln, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber menschenfeindlichen Ideologien zu stärken. Jugendliche lernen in Gruppenangeboten, sich selbst im Diskurs mit anderen zu positionieren und unterschiedliche Auffassungen auszuhalten.

Gemeinsame Präventionsstrategie vor Ort
Eine Präventionsstrategie vor Ort kann nur in Zusammenarbeit erfolgreich sein: Umsetzungspartner des Programms sind Jugendmigrationsdienste, Schulen, Träger der Radikalisierungsprävention beziehungsweise der politischen Kinder- und Jugendbildung und öffentliche Träger der Jugendhilfe. Beteiligt werden zudem die Landesdemokratiezentren.

Unterstützung beim Übergang in den Beruf
Die Jugendmigrationsdienste (JMD) bieten ergänzend sozialpädagogische Beratung und Begleitung für Schüler*innen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in den Beruf haben. Durch individuelle Beratung soll verhindert werden, dass fehlende Lebensperspektiven zu einem Radikalisierungsfaktor werden können. Die Kolleg*innen der JMD stehen den Schüler*innen entweder direkt in den Schulen oder in ihren Einrichtungen zur Verfügung.